Schön gelegene, gut ausgestattete Wintercampingplätze in den Alpen melden oft schon Wochen vor den Weihnachtsferien ausverkauft: Deshalb rechtzeitig den Stellplatz reservieren.
Nicht ohne
Winterbereifung (M+S-Reifen am Zugfahrzeug; vorteilhaft ist es auch, den Anhänger so auszurüsten) starten! Die Fahrt wird meist ins Gebirge gehen und auch unzulänglich geräumte Seitenstraßen müssen befahren werden. Packen Sie deshalb auch ein Paar passende Schneeketten für Ihr Zugfahrzeug mit ein.
Der
Stellplatz muss mit Bedacht ausgewählt werden. Er muss schnee- und eisfrei sein, damit bei einem eventuellen Auftauen der Caravan nicht kippt. Unter das Deichselrad und die Stützen gehören ausreichend große Bretter, damit diese bei Tauwetter nicht einsinken.
Ist der Wagen aufgebockt, wird die
Handbremse gelöst, damit sie nicht festfrieren kann.
Plastiktüten schützen
Handbremshebel und
Auflaufeinrichtung gegen Vereisung. Ebenso schützend für den Gasflaschenkasten wirkt eine Schutzplane, die das Einfrieren des Deckels verhindert.
Auf dem Stellplatz sollten Sie anfallendes
Abwasser nicht in den Tank leiten. Bei tiefen Minusgraden kann der Tank einfrieren. Einfach aber gut: Öffnen Sie die Ablaufklappe oder das Ventil und lassen Sie das Wasser aus Küche und Waschraum in einen Eimer. So kann das Abwasser auch noch als »Eisblock« gut entsorgt werden. Auf das Zugeben von Salz sollten Sie verzichten.

Hier gibt es noch freie Plätze
Solange das Campingfahrzeug beheizt wird und sich alle Wasservorräte im Inneren befinden, friert nichts ein.
Wassertanks von Wohnmobilen befinden sich manchmal ungeschützt unter dem Wagen. Diese muss man zwangsläufig mit einer entsprechenden Heizung versehen.
Schneewälle erinnern an Strandburgen und schützen gegen Wind. Die dürfen aber auf keinen Fall die
Be- und Entlüftung (Zwangsbelüftung) des Caravans versperren. Auch muss darauf geachtet werden, dass diese Öffnungen nicht zuschneien. Die Dachluke des Caravans immer einen Spalt öffnen. Das verbessert die Luftzirkulation, Feuchtigkeit und verbrauchte Luft werden abgeführt. Frische Luft erwärmt sich schneller. Der Wohnraum lässt sich leichter heizen.
Moderne Wohnwagen sind in der Regel für den Wintereinsatz gerüstet:
Isolierung, Doppelfenster und Heizung sind vorhanden. Wohnmobile haben es hier schwerer: Besonders bei »selbstausgebauten« zeigen sich im Winter Kältebrücken. Besser isoliert sind Alkovenmodelle und Integrierte. Doch auch hier kommt die Kälte durch die einfachverglasten Fenster des Fahrerhauses. Abhilfe schaffen schwere Trennvorhänge und Isoliermatten!
Beim Wintercamping darf die
Gasanlage nur mit reinem Propan betrieben werden. Butan bleibt bei Minusgraden flüssig - und weder Heizung noch Kühlschrank oder Gasleuchte funktionieren.
Die Gasanlage muss alle zwei Jahre von einem autorisierten Fachmann überprüft werden.
Trotz Isolierung: Wärme muss erst einmal vorhanden sein. Eine leistungsstarke
Heizung hilft. Elektrische Heizlüfter scheiden weitgehend aus, sie verbrauchen zu viel Strom. Meist sind die Campingplätze nicht auf einen derartigen Stromverbrauch ausgelegt. Üblich ist die Gasheizung. Doch unterschätzen Sie den Verbrauch nicht. Schnell ist der Inhalt (Propangas) einer Flasche (11 kg reichen für 2-3 Tage) verbraucht. Ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik (sollte im Winter zur Grundausstattung gehören) ist wichtig, damit derVorrat nicht während der Nacht zu Ende geht!
Viele Camper, die eine normale Konvektorheizung (Gas-Warmluftheizung) im Wohnmobil haben, nutzen den Raum hinter der Heizung als Abstellkammer. Doch lauert dort eine böse (tödliche) Falle. Das Abgasrohr ist nicht besonders stabil und darauf abgestellte Last (Gepäck) kann es plattquetschen oder aufplatzen lassen. Überprüfen Sie daher vor jedem Reiseantritt das Abgasrohr auf Beschädigung. Die Abgasführung muss steigend verlegt sein.