Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Mit Reisemobil und Caravan sicher unterwegs

Tipps von der Polizei München 6 Jahre 10 Monate ago #53

  • Admin
  • Admins Avatar
  • OFFLINE
  • Fresh Boarder
  • Karma: 0
Die Polizei registriert immer wieder Fälle, bei denen innerhalb Deutschlands auf Rastanlagen und Autobahnparkplätzen die Insassen von Reisemobilen und Caravans überfallen, ausgeraubt oder bestohlen werden. Die Täter nutzen die Schlaf- und Ruhezeiten, unterstützt durch Narkosemittel, um unbemerkt in das Fahrzeuginnere einzudringen und Wertsachen zu stehlen. Viele der Geschädigten klagten nämlich über Kopfschmerzen, Übelkeit und/oder Unwohlsein.

In den Zubehörmärkten gut sortierter Reisemobilhändler und den Freizeitmärkten anderer Anbieter finden sich viele Produkte, die das Fahrzeug, den Aufbau und die Insassen sichern, beziehungsweise Ganoven vor dem Zugriff abschrecken können. Mechanisch und elektronisch lässt sich an jedem Reisemobil und Caravan in Sachen Einbruchhemmung sehr vieles verbessern. Die beste Schutzmaßnahme ist aber auch umsichtiges Verhalten.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums München hat nachfolgende Tipps zusammengestellt:

Schloss und Riegel
Die serienmäßigen Schlösser in den Aufbau- und Fahrerhaustüren bieten in der Regel Dieben wenig Widerstand. Zusatzschlösser an der Aufbautür und Sperren an den Fahrerhaustüren, die z. B. verhindern, dass die Knöpfe der Türverriegelung aus der Position gehoben werden, bringen mehr Sicherheit.

Elektronische Überwachungs- und Meldeanlagen
Grundsätzlich bestehen solche Systeme aus Sensoren, einer Steuerelektronik und den Alarmmeldern. Es wird unterschieden in einfache Kontaktsensoren an den Türen und Klappen, Sensoren die auf Bewegung reagieren, solche die unterschiedliche Druckverhältnisse erkennen oder auf Narkosegas reagieren. Bemerkt die Anlage einen Einbruch oder einen Narkosegasangriff quittiert sie dies mit einem ohrenbetäubenden Signal. Zusätzlich sind auch optische Signale, z.B. über die Fahrtrichtungsanzeiger des Fahrzeuges, möglich.

Wertdepots
Sperren Sie Wertgegenstände in einem fest verankertem Wertbehältnis (Wohnmobiltresor) ein.

Gepäckboxen, Motorrad- und Fahrradträger
Die serienmäßigen Schlösser an Gepäckboxen bieten potenziellen Dieben kaum Widerstand. Zusatzschlösser vermindern auch hier das Risiko, Opfer eines Diebstahls zu werden. Sichern Sie mit zusätzlichen, massiven Zweiradsicherungen auf Heckträgern transportierte Motor- oder Fahrräder. Entfernen Sie vor dem Transport alle „losen“ Teile wie Luftpumpen, Schutzbleche, Gepäcktaschen etc., auch aus Gründen der Verkehrssicherheit Ihres Fahrzeugs. Löst sich ein solches Teil während der Fahrt, kann es nachfolgende Verkehrsteilnehmer gefährden.

Außenbeleuchtung
Ein brauchbares Abwehrmittel gegen Einbrecher kann eine Außenleuchte sein, wenn sie im richtigen Moment eingeschaltet wird. Wer keine Außenleuchte am Aufbau hat, bekommt Nachrüstmodelle, auch mit integriertem Bewegungsmelder.

Neben den hier beispielhaft aufgezählten zusätzlichen Sicherungsmöglichkeiten bietet der Zubehörhandel weiteres technisches Equipment wie z. B. Sicherungen für Schiebe- oder Ausstellfenster, Sicherungen für Außenklappen, Sicherungen für Heckleitern, die ein unbefugtes Besteigen des Daches verhindern können, etc.

Sicheres Verhalten unterwegs:

Schlafplatz
Übernachten Sie nicht auf Autobahnrast- und –parkplätzen. Bedingt durch die Anonymität und den hohen Lärmpegel können potenzielle Täter unerkannt „arbeiten“. Dies gilt auch für das kurze Nickerchen am Nachmittag. Mehrere Reisemobile und/oder Caravans auf einem Platz bringen nicht unbedingt mehr Schutz. Suchen Sie lieber ein paar Kilometer abseits der Autobahn einen ruhigen Stellplatz an einem sichereren Ort auf. Viele Gemeinden stellen einen für Reisemobile ausgewiesenen Übernachtungsplatz oft kostenlos zur Verfügung.

Campingplatz
Ein Campingplatz ist ohne Zweifel der sicherste Ort für ein Reisemobil oder einen Caravan. Hier wird in der Regel kontrolliert, wer den Platz betritt. Die Nachbarn wissen wer zu einem Campingfahrzeug gehört und wer nicht. In der Hauptreisezeit patrouillieren nicht selten Ordnungskräfte zur Nachtzeit auf und um den Platz. Trotzdem, auch hier gibt es keine hundertprozentige Sicherheit.

Wertsachen
Lassen Sie keine Wertgegenstände offen im Fahrerhaus oder im Wohnbereich liegen, sondern sperren Sie diese in ein Wertbehältnis ein. Sollten Sie nicht über ein solches Behältnis verfügen, nehmen Sie Wertgegenstände mit in den Schlafbereich und verstauen diese an einem sicheren Platz.

Türen, Fenster, Dachluken, Außenklappen
Schließen Sie Ihr(e) Fahrzeug(e) grundsätzlich ab, auch wenn Sie Ihr Reisemobil, Ihr Zugfahrzeug oder Ihren Caravan nur kurz verlassen. An belebten Plätzen, Sehenswürdigkeiten oder Stränden besteht auch tagsüber eine erhöhte Einbruchgefahr.

Mobiltelefon
In unvorhergesehenen und unübersichtlichen Situationen hilft gegen dreiste Straßenräuber ein gesundes Misstrauen. Mitunter wird eine Panne oder ein Unfall vorgetäuscht, um die überraschten Reisenden zum Anhalten zu bringen und dann zu bestehlen oder auszurauben. Führen Sie deswegen Ihr Handy griffbereit und eingeschaltet mit. Solche Täter reagieren allergisch auf Handys. Signalisieren Sie, dass Sie Hilfe anfordern beziehungsweise die Polizei verständigen.

Waffen und Ähnliches
Versuchen Sie nicht Ihr Reisemobil oder Ihr Gespann mit Waffengewalt zu verteidigen. Sie gefährden dadurch nicht nur sich selbst sondern auch andere unnötig. Die Rechtsbrecher können mit diesen Instrumenten in der Regel besser umgehen als der unbescholtene Bürger.

Rufen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort über Notruf 110 die Polizei.

Prägen Sie sich besondere Merkmale der beteiligten Personen ein und notieren Sie Kennzeichen, Farbe und Marke der Fahrzeuge der Täter.

Falls Sie Opfer einer Straftat geworden sind, erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

Für weitere Tipps wenden Sie sich bitte an das:
Polizeipräsidium München, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle - K 313 -
Ettstraße 2, 80333 München
Telefon 089/2910-3430 - Telefax 089/2910-3426
EMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die Broschüre „Sicher unterwegs in Reisemobil und Caravan“ kann mit weiteren Tipps unter der oben angegebenen Adresse gegen einen mit
1,45 € Porto frankierten und an sich selbst adressierten Rückumschlag angefordert werden.

(Quelle: DCC)
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Ladezeit der Seite: 0.195 Sekunden